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Dienstag, 22.05.2012, 16:55

Nochmal hier an die Damen ... es war klasse ...

1.Für die nächste Reise mit dem Froscherl ins schöne Donaustädchen..
Wer bitte kann mir erklären wie das mit den Kurzparkzonen denn nun so ist?
-Da steht ein Schild Anfag und eins mit Ende - wennst Pech hast alle 5m ...
-Wenn in einer seitenstaraße KEINE Schilder stehen - ist dann das automatisch eine Kurzeitparkzone?
-Wo bekomm ich denn ein Kurzparkzonen ticket? .. keine automaten oder Hinweise gefunden
-Woher weiß denn die nette Damen vom Amt wie lange ich da schon stehe (nett war sie schon!)

2. Von der Langen Gasse bis zu meiner Haustür sind es genau 318km .. und es dauert länger als 3 Stunden, denn ich hab 80km Landstraße bis ich endlich auf der Autobahn bin

3. gehört eigentlich zu 2. - darum Pickerl erst nach ein paar km Autostrada gekauft

4. I love Wien

5. Ihr seid´s der Wahnsinn

6. SVI -- Eier zusammen nehmen und hinfahren und ned hier jammern wie böse wir alle immer und immer wieder zu dir sind (ups jetzt ist das auf der sex gelandet)

7. zu regnen hat´s erst angefangen als ich gefahren bin

8. das Lokal hat mir gut gefallen - hab schon wieder vergessen wie das "Rausschmeißachterl" genau heist

9. in der Innenstadt kostet ein aperol spritz bis zu 8,00 ich wieder hole ACHT € ... drei oder zwei?? Straßen weiter 3,90€ .. schmeckt besser und die Kneipe URGEIL

10. i bin Backhändlsüchtig

11. und "küss die Hand gnädige Frau" in Kombination mit "oh sole Mio" das KANN was (storry folgt)

12. ahhhhhhhhhhhhhh - das Leben ist be wucht!!!!

13. 365 Stufen auf den Steffl ... gentan, gestorben und i würd immer wieder tun - aber ohne Plateauschuhen an den Füßen

14. mei englisch wird besser wenn ich in der Stad bin ... oh was hab ich gequasselt - und i bin verstandn worn - vermute ich -

15. jetzt muss i unbedingd "DAS BUCH" kaufen

16. bin den Swarovskis erlegen

. . . . . . hier könnten noch andere Punkte folgen - ergänzung garantiert
espresso


Dienstag, 22.05.2012, 15:50

Wien. Sie war in Wien.

Es ist Mai, im Mai kommt sie, schon lange, lange Jahre nach Wien.

Freunde treffen, eintauchen in die Stadt, die Stadt die sie liebevoll “ihre heimliche Geleibte“ nennt.
Eintauchen in den Trouble, in die Moderne, in die Geschichte, in die Vergangenheit, in die Gegenwart.
Den ihr ganz eigenen Duft, den Duft der Stadt, riechen. Das Leben der Stadt mit jedem Atemzug einatmen.
Sich treiben lassen, sich mit reißen lassen, zur Ruhe kommen. Den Geräuschen, den ganz eigenen Geräuschen ihrer Stadt, lauschen.
All das tut sie, all das genießt sie, immer im Mai in Wien – ihrer Stadt.

Es ist Sonntag, ein wundervoller Sonntag, von ihr und der Sonne geliebt. Sie schlendert, zur Mittagsstunde durch die Adern, durch die Straßen ihrer Stadt. Geplant hat sie nichts, die Stadt wird für sie sorgen. Sie nimmt was die Stadt ihr gibt.
Die Stadt gibt ihr viel an diesem Sonntag.

Sie sitzt, mit vielen anderen Menschen, auf dem Platz neben dem Opernhaus. Es ist später Nachmittag, die Sonne ist bereits hinter den alten, ehrwürdigen, geschichtsträchtigen Mauern dieses Gebäudes verschwunden.
Ein leichter Windhauch ist zu fühlen der von Zeit zu Zeit zu einer Böe aufdreht.

Langsam überqueren immer mehr, “gut gekleidete,“ Damen und Herren den Platz. Die Damen, bevorzugt im langen Schwarzen und die Herren in Smoking oder Anzug. Die Damen werden galant von den Herren am Arm geleitet. So geht man auch in diesen Tagen, in Wien in die Oper.
Die meisten Paare und Gruppen kommen aus derselben Richtung, denn auch das ist etwas das der “Wiener Operngast“ zu tun pflegt, er diniert im Sacher.

Menschen mit großen und kleinen Koffern auf ihren Rücken und Kleidersäcken in der Hand eilen, hetzen fast, über den Platz und verschwinden in einem Seiteneingang des Opernhauses. Die Musiker kommen.

Sie betrachtet dieses treiben voller Hingabe und ist erfüllt von ihrer Vorfreude. Sie wird live miterleben was im inneren der Oper gespielt wird, sie wird “la Traviata“ hören und sehen, unter dem Sternenhimmel, auf einem Plastikstuhl vor dem Platz am Opernhaus.

Plötzlich wird es still, die Musik hat begonnen.
Der Straßenlärm und die vorbei huschenden Passanten, nichts stört – nichts ist mehr da, nur die Klänge des Orchesters. Sie ist ab dem ersten Geigenstreich versunken in die Musik.

Seit fast zwei Stunden lauscht sie nun der Musik. Ab und zu wischt sie eine Träne aus ihrem Gesicht, fröstelt ein wenig – doch kann sie nicht sagen ob das vom frisch gewordenem Wind, der ab und zu auch ein paar Staubkörner mit sich trägt, oder von ihrer Ergriffenheit, kommt.

Eine große aber wunderschöne Schwäche von ihr. Sie geht auf in den Dingen die sie erlebt, die ihr Herz erreichen und erwärmen. In der Magie des Augenblickes.

Es ist dunkel, das Opernhaus hell beleuchtet – und da sind sie – die Geigen, die Klänge die jeder kennt, die jeder mit summen kann, die jeden in ihren Bann ziehen kann und das auch tut.

Die Magie des Augenblicks ist spürbar, spürbar im Herzen. So als ob sie sie greifen könne.

Tosender Applaus, drinnen wie draußen. Die Leinwand wird dunkel – Ende.

Sie macht sich auf den Weg nach Hause, nach Hause in ihre Pension.
Sie geht die Allee, sie geht den Opernring entlang. Sie schlendert, nichts drängt sie.
So streicht sie durch die milde Wiener Nacht, fühlt und atmet die Stadt und da ist sie – eine Sehnsucht lange nicht mehr gekannt.

Große Worte von Freiheit die sie braucht, von zu viel Nähe die sie nicht ertragen kann, von alleine sein müssen und wollen – diese Worte, so wahr sie auch sind, diese Worte vergehen in diesem Moment, wie Nebel in der Sonne. Dieser Worte hinter denen ihre Gefühle stehen werden so klein in diesem Moment, in diesem besonderen Moment.

Sie will diesen besonderen Moment, diesen besonderen Abend den ihre Stadt ihr geschenkt hat nicht alleine genießen, nicht mehr. Sie will ihn teilen. Sie will es erleben und fühlen und in sich aufnehmen – gemeinsam mit ihm.

So streicht sie weiter durch die Allee unter dem Wiener Sternenhimmel und sie liebt und hasst zugleich.

Sie liebt Ihn und diese Stadt und sie hasst diesen Moment des alleine seins.

espresso